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Platz Vier ins Ziel gerettet

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 26.04.15

Die Verbandsligahandballer des SC Trebbin haben mit einem 32:28-Sieg zum Saisonabschluss gegen den Tabellenfünften BSV Grün-Weiß Finsterwalde ihren vierten Südstaffelrang über die Ziellinie gerettet. In einer spannenden Partie, nach der neben SC-Rückraumspieler Maik Wettengel auch das Schiedsrichterpaar Argewalt/Schönebeck verabschiedet wurden, entschied am Ende die gute Abwehr-/Torhüterleistung für die Clauertstädter.

„Streckenweise sah es ja nicht so gut aus“ kommentierte Trainer Klaus-Dieter Huschke die Leistung seiner Trebbiner Sieben, die vor allem zu Beginn des Spiels Probleme mit der stabilen Finsterwalder Deckung hatten. Die Gäste, die bereits das Hinspiel im Januar mit 34:30 für sich entschieden, nutzten auch die Fehler der unbeweglichen SC-Abwehr zur 3:2-Führung nach fünf Minuten. In der Folge fanden die Hausherren besser in ihr Angriffsspiel, aufgrund von vier Toren des Ex-Grün-Weiß-Spielers und Topscorers Torsten Wagner (8 Tore) erarbeiteten sich die Trebbiner eine 9:6-Führung.

Konzentrationsfehler brachten die SC-Sieben gegen Ende der ersten Halbzeit um den Vorsprung, die auch von Zeitstrafen gebeutelte Heimmannschaft konnte sich bei Torwart Steve Dewender bedanken. Dewender hielt seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden im Spiel, bei knapper 16:15-Halbzeitführung für die Clauertstädter wechselten beide Teams die Seiten.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde eine Schwäche der Hausherren an diesem Tag deutlich: Strafwürfe. Insgesamt sechs sollte die SC-Sieben vergeben, gleich zwei verworfene Siebenmeter nach Wiederanpfiff verhinderten einen erneuten Vorsprung. Die dritte Zeitstrafe und damit verbundene rote Karte gegen SC-Kreisläufer Silvio Kahle (37.Minute) warf zudem die Ausrichtung der Trebbiner Abwehr durcheinander. „Das war dann richtig nervenaufreibend“ so Trainer Huschke, „aber wir spielen ja auch immer für die Zuschauer.“

Die rund 150 Zuschauer bekamen dann eine intensive Schlussphase zu sehen, in der die Unparteiischen des Südstaffel-Meisters Ahrensdorf/Schenkenhorst unnötig Diskussionen entfachten. Insbesondere die aggressive Trebbiner Abwehr in Verbindung mit den SC-Torhütern leitete Tempogegenstöße ein, die die Hausherren vom 23:23 nach einer Dreiviertelstunde zu einer komfortablen 29:24-Führung (55.Minute) brachten. Die Versuche der Finsterwalder, mit einer offenen 3:3-Abwehr die Trebbiner Angreifer um Toptorschütze Arne Pfaender (8 Tore) empfindlicher zu stören, brachten nur noch Ergebniskosmetik zum 32:28-Endstand.

Durch den dreizehnten Saisonsieg beendeten die SC-Handballer die Verbandsliga-Saison wie im Vorjahr auf Rang 4. „Wir sind ganz gut durchgekommen“ freute sich Klaus-Dieter Huschke, dass seine Mannschaft wenige Verletzungsprobleme hatte. Der Saisonabschlussfeier ging im Anschluss an die Partie die Verabschiedung der SC-Schiedsrichter Kai Argewalt/Chris Schönebeck und des Rückraumspielers Maik Wettengel voraus, der die Trebbiner in Richtung des Ostsee-Spree-Oberligisten Grünheider SV verlassen wird. „Ich werde versuchen, mich in die Mannschaft zu kämpfen“ meinte Wettengel, „ich hätte sicher bereut, wenn ich es nicht probiert hätte, noch einmal höherklassig spielen zu können.“ Seinen Ex-Mannschaftskollegen wünscht er viel Erfolg für die kommende Verbandsligasaison 2015/16: „Es ist schön, dass wir Spieler aus meiner alten Jugend akquirieren konnten, die sich nun noch einmal in der Verbandsliga beweisen dürfen.“

Über eine Art ‚Abschiedsspiel’ dürfen sich die Trebbiner Handballfans zu Saisonende freuen, wenn sie am 13.Juni (16.Juni) im Sportkomplex auf den Drittligisten VfL Potsdam treffen. „Davor muss das Training dann wieder richtig losgehen“ erinnerte das SC-Trainergespann Huschke/Metze ihre Mannschaft an die kommende handballfreie Trainingszeit. Die SC-Kreisliga-Damen zeigten unterdessen auch zu Saisonende noch einmal ihr Potenzial, beim Tabellenzweiten Blau-Weiß Wusterwitz unterlagen sie mit 13:25. „Wir haben aber eine gute Abwehr gestellt“ freute sich Trainer Torsten Wagner, „und die zweite Halbzeit nur mit 8:12 verloren“. Die Trebbinerinnen beendeten ihre erste Handball-Saison auf dem zehnten Tabellenplatz noch vor dem Team aus Dahme und freuen sich nun ebenfalls auf die Sommerpause.

Es spielten (Männer): M.Schulze, Dewender, Gensch; Kahle (1/1), Wagner (8), Müller (3), Pfaender (8), Stollin (2/1), Kroop (2/1), B.Schulze, Wettengel (4), Hartmann (1), Wilsdorf, Bien (3)

Es spielten (Frauen): Butzke, Reimann; Beller, Böttner (4/2), Häßelbarth (1), Woltersdorf (1), Küter, Bartossek (1), Wagner, Pfaender (1), Meißner (2), Turley (3)


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