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Leichtfertige Fehler verhindern offene Partie

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 31.01.15

Die Trebbiner Verbandsligahandballer drohen nach einer 30:41-Heimpleite gegen den Tabellenzweiten LHC Cottbus II den Anschluss an das Spitzentrio der Südstaffel zu verlieren. Am Samstagabend nutzten die starken Gäste vor 200 Zuschauern im Sportkomplex die vielen Fehler der Clauertstädter im Spielaufbau zu einer Sieben-Tore-Führung noch vor der Pause. „Die Cottbusser waren spielerisch klar besser“ gestand auch SC-Trainer Oliver Metze ein, „wir sind in der Abwehr nicht an die Gegenspieler herangekommen.“

Vor Anpfiff war die Ausgangslage beider Mannschaften ähnlich: Die Gäste aus der Lausitz würden bei einer Niederlage den drei Punkte vorn liegenden Staffelprimus Ahrensdorf/Schenkenhorst weiter enteilen lassen, während die SC-Sieben bei Punktverlust den Blick in Richtung des breiten Tabellenmittelfeldes zu richten hätte. Ohne den vermissten Kreisläufer Silvio Kahle starteten die Trebbiner engagiert in die Begegnung, profitierten aber in der Anfangsphase auch von einigen Fehlwürfen des später auftrumpfenden LHC-Toptorschützen Don Pablo Mulemba (10 Tore). Nach fünf Minuten stand es folglich 3:3.

Bereits in dieser frühen Phase ließen die Hausherren die Gäste durch leichtfertige Ballverluste in schnelle Gegenstöße kommen. Trotz nicht optimalen Spiels erhöhte die LHC-Sieben ihren Vorsprung auf 10:6 nach einer Viertelstunde. „Das waren in der ersten Hälfte zu viele Abspielfehler“ erklärte SC-Coach Metze, „ die Fehlpässe haben die Mannschaft zusätzlich demotiviert.“ Vor dem Pausenpfiff hatten die Clauertstädter mehrmalig gute Chancen, brachten aber unter anderem lange Gegenstoßpässe nicht an die Angreifer. Folgerichtig gingen die Cottbusser mit einer 21:14-Führung in die Kabine. Besonders ärgerlich: Maik Wettengel, der gegen Ende der ersten dreißig Minuten Akzente setzte, musste mit dem Pausenpfiff eine steitbare rote Karte nach zeitstrafenwürdiger Abwehraktion hinnehmen. „Das hat die Abwehr zusätzlich geschwächt“, so Metze.

Nach einem weiteren schnellen Fehlpass und Kontertoren der Gäste zum 15:24 sah zu Beginn der zweiten Halbzeit alles nach einem lockeren Erfolg des Tabellenzweiten aus. Die fortan mit etwas offensiverer Abwehr agierenden Hausherren kämpften sich aber noch einmal ins Spiel zurück und profitierten auch von mangelnder Konzentration der Gäste-Angriffsspieler. Nach einer Dreiviertelstunde war die SC-Sieben bis auf 23:27 aufgekommen, vergab aber in einer schnellen Partie abermals gute Konterchancen. 

Von Zeitstrafen geschwächt mussten die Trebbiner die Gästesieben wieder ziehen lassen, nach dem 27:33-Spielstand zehn Minuten vor dem Ende schien die Luft bei den von der Disqualifikation Wettengels gebeutelten SC-Rückraumspielern zu dünn geworden zu sein. Jedenfalls sorgte der favorisierte LHC mit einem 7:0-Lauf für klare Verhältnisse, insbesondere angesprochener Mulemba war bei vier Treffern in Folge nicht zu halten. In der letzten Spielminute gelang dem aushelfenden SC-Routinier Thomas Polke wenigstens noch der dreißigste Trebbiner Treffer zum Endstand, die Cottbusser revanchierten sich für die 23:25-Hinspielniederlage und halten Anschluss an die Südstaffelspitze.

„Wenn wir länger so wie am Anfang der zweiten Hälfte gespielt hätten, wäre das Spiel wohl offener gewesen“ hob Oliver Metze die positiven Aspekte hervor, „jetzt warten wichtige Auswärtsspiele auf uns.“ Dabei spielte das SC-Trainergespann Metze/Huschke auch auf die schwere Partie in Friedland Ende Februar an, zunächst warten aber am 14.2. in Eisenhüttenstadt und am 21.2. in Lübbenau machbarere Aufgaben auf den Tabellenfünften.

Auch die SC-Kreisligafrauen mussten nach vielen leichten Fehlern im Spielaufbau eine Niederlage hinnehmen: Am ungewohnten Mittwochabend unterlagen sie Ahrensdorf/Sch. II mit 10:33. Rund 75 Fans im Trebbiner Sportkomplex hatten eine einseitige erste Hälfte bis zum Pausenstand von 3:20 gesehen, ehe die weiter elftplatzierten Trebbinerinnen das Spiel etwas offener gestalten konnten. In einer vierwöchigen Spielpause kann sich das Team von Trainer Torsten Wagner auf die nächste Aufgabe beim Tabellenzweiten in Falkensee vorbereiten.

Es spielten (Männer): Schulze, Wilsdorf; Wagner (6/1), Müller (1), Pfaender (5), Stollin (5/2), Kroop, Emmermacher (2), Hartmann (2), Metze (1), Polke (1), Wettengel (4), Bien (3/2)

Es spielten (Frauen): Butzke, Reimann; Beller (1), Böttner (2), Häßelbarth (3), Marx (1), Woltersdorf, Küter (1/1), Wagner, Pfaender (1), Meißner, Krenz, Turley (1), Bartossek


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