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Am Ende ging die Puste aus

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 18.01.15

Drei Tore Vorsprung drei Minuten vor Spielende sollten den Trebbiner Verbandsligahandballern am Samstag gegen den Tabellenvorletzten HV Calau nicht reichen: Die Clauertstädter trennten sich von den Gästen vor heimischem Publikum 37:37-Unentschieden. In der Frauen-Kreisliga fuhren die SC-Damen unterdessen den umjubelten, allerersten Punktspielsieg der Mannschaftshistorie ein.

Nach Vorgabe des Trebbiner Trainergespanns Huschke/Metze sollte die Abwehr der Hausherren die Räume für die starken HVC-Rückraumspieler Christopher Faatz und Nico Lehmann klein halten, stattdessen die Gäste-Außenspieler in Wurffallen gelockt werden. Dieser Plan ging nicht ganz auf, startete doch bei den in zuvor sechs Partien sieglos gebliebenen Calauern der eigentliche Rückraumrechte Lehmann auf der Außenposition stark in den 15.Vergleich beider Teams. Ein ums andere Mal überlistete der mit am Ende 20 erzielten Toren überragende HVC-Flügelflitzer das Trebbiner Torhüterduo Schulze/Wilsdorf. Zum Vergleich: Die elf weiteren Feldspieler der Gäste brachten es - wie Lehmann alleine -ebenso auf siebzehn Tore aus dem Spiel heraus. Ein früher 9:14-Rückstand war die logische Konsequenz der SC-Abwehrschwäche in der Anfangsviertelstunde.

Fortan gelang es den Rückraumschützen der Hausherren, angeführt vom zuletzt in Finsterwalde (30:34) blass gebliebenen Toptorschützen Benjamin Stollin (8/3 Tore), den Rückstand zu verkürzen. Zur Pause war das angriffsbetonte Spiel beim Halbzeitstand von 18:18 wieder offen.

Im Laufe der zweiten Hälfte nahmen die fünftplatzierten Trebbiner das Zepter wieder in die Hand, insbesondere die SC-Außenspieler erhöhten ihre Trefferquote. Nach vierzig Spielminuten lagen die Hausherren wieder mit 26:24 in Front, zehn Minuten später schien den Calauern das kraftraubende Tempospiel beim Stand von 33:29 für den SC zu entgleiten. Selbst in der 57.Spielminute führten die Clauertstädter, die die nicht allzu konsequente Rückwärtsbewegung der Gäste immer besser ausnutzten, noch immer mit 37:34.

Zwei Zeitstrafen gegen den Gastgeber ließen den Gästen aus der Niederlausitz aber die Chance, in doppelter Unterzahl zu verkürzen: Die vier verbleibenden Trebbiner Feldspieler konnten den Schaden nicht mehr abwenden, kurz vor dem Schlusspfiff kam der Tabellenvorletzte zum 37:37-Ausgleich. HVC-Rückraumspieler Ralf Rexhäuser verhinderte den letzten SC-Anwurf kurz vor Schluss, die folgerichtige Disqualifikation hatte aber keinerlei Einfluss mehr. Abermals vergaben die Trebbiner Handballer eine sich bietende Möglichkeit auf doppelte Punkte, klettern aber wegen der gleichzeitigen Niederlage des HC Spreewald II in Luckenwalde wieder auf Südstaffel-Rang vier. In zwei Wochen ist der Tabellenzweite aus Cottbus zum Spitzenspiel zu Gast im Trebbiner Sportkomplex.

Unterdessen feierten die Trebbiner Kreisligadamen einen historischen Erfolg: Zum ersten Mal ging eine SC-Frauenmannschaft als Sieger vom Parkett. „Heute hat sich meine Mannschaft für die vielen Trainingseinheiten und hohen Niederlagen belohnt“ sagte Damen-Trainer Torsten Wagner, „der Sieg ist auch in der Höhe verdient.“ Gegen die Mannschaft des TSV Empor Dahme, die ebenfalls seit diesem Spieljahr am Ligabetrieb teilnimmt, siegten die Trebbinerinnen mit 27:19 und bleiben nun auch in der Tabelle vor dem TSV. Die Rückkehrerin Franziska Turley fügte sich mit 5 Treffern ebenso gut in die sehr ausgeglichen agierende Mannschaft ein wie Neuzugang Melanie Bartossek (4 Tore), die früher in Luckenwalde aktiv Handball spielte. Das nächste Heimspiel der Damen findet am Mittwoch, 28.Januar um 19.30 Uhr im Sportkomplex gegen den Tabellensiebten Ahrensdorf/Schenkenhorst II statt.

Es spielten (Männer): M.Schulze, Wilsdorf; Kahle (2/1), Wagner (4), Müller (3), Pfaender (6), Stollin (8/3), Kroop, B.Schulze, Wettengel (4), Emmermacher (3), Hartmann (4), Bien (3)
Es spielten (Frauen): Butzke, Reimann; Böttner (3/1), Häßelbarth (3), Reimann, Marx (5), Woltersdorf, Küter (3), Bartossek (4), Wagner, Pfaender, Meißner (4), Krenz, Turley (5/1)


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