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Trebbiner Serie setzt sich fort

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 01.11.14

Auch im neunten Versuch haben die Handballer der HV Luckenwalde 09 nicht das Handball-Derby gegen den SC Trebbin gewinnen können. Am Samstagabend in der Luckenwalder Fläminghalle setzten sich die Clauertstädter nach ausgeglichenen ersten fünfundzwanzig Minuten letztlich deutlich mit 36:28 durch. „Wir haben unser taktisches Konzept leider nicht über das Spiel hinweg durchgehalten“ begründete HVL-Trainer Reiner Schulz die abermalige Niederlage seiner Kreisstädter, „am Anfang haben wir gesehen, dass wir mithalten können.“

Zu Beginn der von großen Fanlagern beider Teams unterstützten Verbandsliga-Begegnung nämlich überraschten die neuntplatzierten Hausherren ihre Gäste mit einer sehr offensiven 3:3-Abwehrvariante. Zwar gelang es den schnellfüßigen SC-Spielern, sich trotzdem ordentliche Chancen zu erspielen, jedoch scheiterten sie in der Anfangsphase desöfteren an HVL-Torhüter Steve Kühne. Folgerichtig führten die Hausherren nach fünf Minuten mit 5:4.

Dann schlug jedoch die Stunde des Trebbiner Top-Torschützen Maik Wettengel (9 Tore), der seine Mannschaft fast im Alleingang zur 10:6-Führung warf. Gleich sechs der ersten neun SC-Treffer hatte Wettengel erzielt. Dass sich die Luckenwalder dennoch nicht vom Tabellendritten abschütteln ließen, führte HVL-Coach Schulz auf die Angriffsgeduld seiner Schützlinge zurück: „Immer wenn wir unsere Angriffe sauber ausgespielt haben, kamen die Trebbiner nicht zum Kontern.“ In der zwanzigsten Spielminute schaffte seine Mannschaft den 11:13-Anschluss.

Die Endphase der ersten Hälfte gehörte dann aber den Gästen, die mit einem 4:1-Lauf den Halbzeitstand auf 13:19 erhöhten. „Dort wussten wir dann die offensive HVL-Abwehr auszunutzen“ erklärte SC-Co-Trainer Oliver Metze die starke Phase seiner Mannschaft, die sich auch zu Beginn der zweiten Hälfte fortsetzen sollte: Jeder Fehler der Gastgeber wurde sofort bestraft, die Clauertstädter spielten sich mit Tempogegenstößen in einen Rausch. Acht SC-Treffern stand nur ein HVL-Tor gegenüber, beim 14:27 in der vierzigsten Minute schien die Vorentscheidung gefallen.

Die jungen HVL-Spieler gaben sich jedoch nicht auf, insbesondere angeführt von Toptorschütze Thomas Sachse (8/2 Treffer) erkämpften die Hausherren noch eine Trebbiner Auszeit beim Stand von 20:28 zehn Minuten vor dem Ende. „Am Ende haben wir es ein wenig schleifen lassen“ bekundete Oliver Metze Missfallen am Auftreten seines SC-Teams, „die Konzentration war weg.“ Der Vorsprung der Gäste war jedoch zu groß, als dass sie noch einmal in Gefahr geraten konnten: Beide Mannschaften spielten das Derby zum 28:36-Endstand herunter. Lediglich einige nicklige Fouls in der Schlussviertelstunde, die zu drei Disqualifikationen führten und von den konzentriert agierenden Hennickendorfer Unparteiischen zurecht geahndet wurden, brachten Unruhe in das friedliche Handballfest vor rund 200 Zuschauern.

„Wir müssen andere Mannschaften schlagen“ spielte HVL-Coach Schulz auf das kommende Heimspiel gegen den Tabellennachbarn HV Calau (8.11.) an, „dass Trebbin stark sein würde, ahnten wir schon.“ Auch SC-Trainer Metze richtete den Blick schon auf das nächste Derby gegen den Tabellenzweiten in Ahrensdorf (8.11.): „Darauf konzentrieren wir uns ab jetzt.“ Die Luckenwalder rutschen derweil auf den neunten Südstaffel-Rang ab, während die SC-Sieben nach der Niederlage der Ahrensdorfer in Friedland neuer Verbandsliga-Zweiter (nach Pluspunkten) ist.

Es spielten (HV Luckenwalde 09): Kühne, Pohl; Brzonkalik (1), Johl, Much (1), Busek (4), Stelter (5), Sachse (8/2), Anarbaev, Reinhold (1), Bolz, Foß (3/3), Hauffa (4), Kappler (1)
Es spielten (SC Trebbin): Schulze, Wilsdorf; Kahle (3/3), Wagner (3), Müller (4), Pfaender (6), Stollin (5/1), Kroop (1), Wettengel (9), Emmermacher (1), Hartmann (3), Bien (1)


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