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Nur Blech nach schwachem Abschluss

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 03.05.14

Die Trebbiner Handballer haben am letzten Spieltag der Saison 2013/14 noch den dritten Tabellenplatz an Revierderby Ahrensdorf/Schenkenhorst abgeben müssen: Ein umkämpftes wie unansehnliches Verbandsligaspiel gegen den HSC Frankfurt/Oder verloren die Clauertstädter mit 25:29. Durch den gleichzeitigen Sieg der Ahrensdorfer beim Vorletzten Friedland (31:26) beendet die SC-Sieben eine durchwachsene Spielzeit auf Südstaffelplatz vier. „Vom Grundprinzip her sind wir mit dem oberen Tabellendrittel zufrieden“ meinte SC-Trainer Dirk Griebsch ob der erreichten Saisonvorgabe von Platz 5, „allerdings war eigentlich viel mehr drin.“

So auch vor ca. 180 Fans im Trebbiner Sportkomplex am Samstagnachmittag gegen die Oderstädter, die bereits das Hinspiel im Januar deutlich mit 38:29 für sich zu verbuchen wussten. Ohne Torsten Wagner und den noch gesperrten David Müller starteten die SC-Akteure in eine Partie, die außer dem möglichen Tabellenplatzwechsel keine nachhaltige Relevanz besaß. Einige Zuseher staunten dennoch nicht schlecht, dass der Handballverband semiprofessioneller Weise trotz der bekannten Tabellensituation Unparteiische des Konkurrenten HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst angesetzt hatte.
Über die gesamte erste Hälfte begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe: Die Frankfurter wollten sich nach einer durchwachsenen Rückrunde sicherlich gut von den zahlreichen mitgereisten Fans verabschieden. Keine Mannschaft wusste sich abzusetzen, bis in die 40.Minute hinein lagen weder SC noch HSC mit mehr als zwei Treffern in Front. Schnell wurde jedoch ein sehr niedriges Spielniveau deutlich: Beide Mannschaften fabrizierten technische Fehler am laufenden Band, Bälle landeten direkt in den Händen des Gegners, freie Wurfmöglichkeiten meilenweit neben dem Tor. Eine erste Gästeführung zum 7:6 vermochte auch SC-Keeper Maximilian Schulze nicht zu verhindern: „Er ist immer dann super drauf, wenn er merkt, dass die Moral in der Mannschaft stimmt“ erklärte Grit Griebsch die grundsolide Leistung ihres Schlussmannes. Die letzten Prozente fehlten den SC-Spielern, auch wenn der 13:13-Halbzeitstand dies noch nicht offenbarte.

Nach der 40.Minute dann setzten sich die Frankfurter gnadenlos ab, auch weil die Hausherren beste Chancen nicht verwerteten. Beim Stand von 17:21 aus Sicht des SC (45.Minute) schien ein Erfolg noch im Bereich des Möglichen, allerdings agierten die Trebbiner auch in häufig vorkommender eigener Überzahl zu risikoreich und unkonzentriert. „Das war heute ein ganz schlechtes Zusammenspiel“ sagte Dirk Griebsch nach der Begegnung, „der Gegner konnte aus unseren Fehlern leicht einfache Tore erzielen.“ Zwar kämpfte sich die SC-Sieben nach zwischenzeitlicher 5-Tore-Führung des HSC noch einmal auf 24:27 heran (57.Minute), das Spiel war aber bereits zugunsten der Gäste entschieden. Beim Stand  von 25:29 beendeten die sich dem niedrigen Spielniveau angepassten Schiedsrichter das letzte Saisonspiel beider Teams.

„Unser Jahr war nach dem verlorenen Spreewald-Spiel durch (32:33, Anm. d. Verf.)“ erklärte Grit Griebsch, „da hat sich einiges, was neben dem Spielfeld passiert ist, in der moralischen Verfassung der Spieler festgesetzt.“ Nach dem 31:26-Erfolg der Ahrensdorfer in Friedland feierten die Clauertstädter trotzdem mit ihren Fans einen gelungenen vierten Platz, der für die nächste Spielzeit sicherlich noch etwas Potenzial mitbringt.
Es spielten: Schulze, Wilsdorf, Gensch; Kahle (2), Pfaender (8), Stollin (5/3), Kroop (3), Wettengel (5), Hartmann (1), Emmermacher, Bien (1)


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