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Das Neujahrsfeuerwerk zündet der Gegner

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 12.01.14

Die Handballer des SC Trebbin haben einen Fehlstart ins Jahr 2014 hingelegt: Im Verbandsligaspitzenspiel beim HSC Frankfurt/Oder 2000 unterlagen die Clauertstädter deutlich mit 29:38. „Das war Kreisligahandball, mehr sage ich dazu nicht“ war SC-Trainer Dirk Griebsch sichtlich angefressen, „wahrscheinlich waren fünf Wochen Pause dann doch zu lange.“ Abwehr und Torhüter der Gäste waren fast nicht anwesend - bis zum Rückrundenstart nächsten Samstag in Senftenberg haben die Trebbiner noch einiges aufzuholen, um den Start ins neue Jahr nicht vollends zu verschlafen.

Eigentlich schienen die Vorzeichen auf ein spannendes Spitzenspiel am Sonntagnachmittag zur Kaffeezeit bestens: Etwa 200 Zuschauer in der gut gefüllten Frankfurter Sporthalle erwarteten das Duell zwischen dem gastgebenden Tabellenzweiten und dem Dritten aus Trebbin. Nachdem die HSC-Sieben in der vergangenen Spielzeit als Neunter erst spät dem drohenden Abstieg entronnen war, spielte sie in 2013/14 bisher groß auf und unterlag lediglich in Ahrensdorf und Luckenwalde. Die Hoffnung auf eine spannende Partie war allerdings eigentlich schon nach zehn Spielminuten zerstört, denn die Ende 2013 stark verbesserten Clauertstädter leisteten sich einen kapitalen Fehlstart. Viel zu passiv gestanden, erlaubte es die Gästeabwehr den großen HSC-Rückraumschützen um Toptorjäger Robert Karnex (9 Tore), leichte Treffer zu erzielen – und im Gegenzug verloren die SC-Akteure unkonzentriert die Bälle. Nach neun Minuten führten die Frankfurter mit 7:1.

Zwar kämpften sich die im Angriff fortan nicht schlecht agierenden Trebbiner bald wieder auf 5:8 heran, allerdings sollte der Abwehrverbund einen ganz schlechten Tag erwischen: Immer wieder setzten sich die Spieler der Heimmannschaft leicht und locker im Eins-gegen-Eins individuell durch, den SC-Keepern blieb nur noch der Griff hinter die Linie. „Sie können werfen wie sie wollen, als ob keine Abwehr steht“ predigte Trainerin Grit Griebsch ihrer Mannschaft erzürnt in der Halbzeitpause, „der HSC macht hier ein Trainingsspiel.“ Zur Halbzeit nämlich lagen die Frankfurter nach einer zweiten Trebbiner Schwächephase bereits mit 19:11 vorn.

Zwar erfüllte sich der Wunsch des Trainerehepaars Griebsch nach „mehr Einsatz“ zu Beginn der zweiten Hälfte, allerdings sollte die Abwehr die Achillesferse der Gäste bleiben. Die SC-Sieben kam bis zur 40. Minute noch einmal auf 25:19 heran, in der Folge spielten die Hausherren ihren Stiefel jedoch gnadenlos herunter. Trotz der neun Treffer vom SC-Toptorschützen Torsten Wagner blieb der HSC-Vorsprung konstant, am Ende gewann der Tabellenzweite mit 38:29. Auch einige Pfostentreffer und drei vergebene Siebenmeter wie verworfene Großchancen verhalfen den Trebbinern nicht mehr zu Ergebniskosmetik.

„Olli [Gensch, Anm. d.Verf.] war der einzige Torhüter, der heute ein paar Bälle gehalten hat“ sah Dirk Griebsch das Problem im Abwehrverbund, „und das mit letztem Einsatz.“ Gensch nämlich hatte in der Schlussphase einen Ball ins Gesicht bekommen und musste blutend ausgewechselt werden. Letzten Einsatz werden die Trebbiner Handballer auch in der nächsten Woche zeigen müssen, denn beim Auswärtsspiel in Senftenberg treffen sie auf einen Gegner, der im Kampf gegen den Abstieg alles in die Waagschale werfen wird. 

Es spielten: Schulze, Gensch, Wilsdorf; Kahle (3), Wagner (9/2), Müller (1/1), Pfaender (2), Stollin (5), Kroop, Emmermacher, Hartmann (1), Polke, Wettengel (5), Metze (3)


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