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Abwehrschlacht mit glücklichem Ende

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 15.09.13

Die Verbandsligahandballer des SC Trebbin sind nur mit sehr viel Mühe und ein wenig Glück erfolgreich in die Saison 2013/14 gestartet. Gegen den letztjährigen Tabellenvorletzten HSV Senftenberg gelang am ersten Spieltag vor heimischer Kulisse ein 24:23-Erfolg. „Ein bisschen Glück war sicherlich auch dabei“ gab SC-Trainer Dirk Griebsch nach der Partie zu, „aber wir haben den Trainingsaufbau zufriedenstellend bestätigt.“

Nach dem Freilos im Pokalwettbewerb und Terminproblemen bei einigen geplanten Testspielen entpuppte sich der Auftakt in den Ligaalltag für die Clauertstädter als erste echte Bewährungsprobe. Beiden Mannschaften war die Nervosität in den Anfangsminuten anzumerken, leichte technische Fehler prägten das Geschehen. Eine vorgezogene, offensive Abwehr bereitete den Hausherren Schwierigkeiten, weswegen die Gäste nach einer guten Viertelstunde mit 5:3 in Front lagen. Außerdem überraschte HSV-Rückraumspieler Martin Reinhardt die SC-Abwehr ein ums andere Mal mit trickreichen Hüftwürfen. Erst in der 22.Minute gingen die Trebbiner in der engen Partie wieder in Führung (8:7), insbesondere Rückraumspieler Benjamin Stollin wusste nun die Lücken in der HSV-Abwehr zu nutzen. Mit insgesamt 11 Toren avancierte er zum Topscorer der Partie.

Erst mit dem Pausenpfiff gelang es einer Mannschaft, sich mit mehr als zwei Toren vom Gegner abzusetzen – zum Unmut der etwa 180 Trebbiner Fans im gut gefüllten Sportkomplex waren es in den letzten Minuten der ersten Hälfte aber die Senftenberger, die die Partie an sich rissen. Beim Stand von 10:13 aus SC-Sicht wechselten die Seiten. „In der Halbzeit haben wir dann die Deckung umgestellt, wir mussten beherzigter und offensiver spielen“ erklärte Trainer Griebsch die taktischen Umstellungen, „wir durften die Senftenberger nicht so unbedrängt laufen lassen.“ Die neue Marschroute fruchtete, in der 40.Spielminute lag der Gastgeber beim 16:15 wieder vorn.

Entschieden war aber noch lange nichts: In einem zerfahren wirkenden Spiel vergaben die Trebbiner wie auch die Gäste einige gute, freie Möglichkeiten. Das vom eingewechselten Maik Wettengel vier Minuten vor dem Ende erzielte 23:20 – der größte Vorsprung der Hausherren im gesamten Spiel – schien bereits die Vorentscheidung zu bedeuten. Die Gäste aus der Niederlausitz kämpften jedoch wacker und hatten nach weiteren vergebenen Chancen der SC-Sieben 44 Sekunden vor Abpfiff den 23:23-Ausgleich erzwungen. „Wir hätten das Spiel eher zumachen müssen“ klagte Dirk Griebsch, „das war unclever gespielt in den letzten fünf Minuten.“ Am Ende war das Glück dann auf der Seite der Clauertstädter: Erst erzielte der stärker werdende Rechtsaußen Thomas Bien die 24:23-Führung, dann übertrat der HSV-Gegenspieler wenige Sekunden vor dem Ende frei vor dem Tor die 6-m-Linie. Der Schlusspfiff des guten Schiedsrichtergespanns ging im Jubel der Trebbiner Fans unter. 

„Ich hatte am Ende das Gefühl, als hätten wir den längeren Atem gehabt“ suchte Dirk Griebsch nach Gründen für den Sieg seiner Mannschaft, „insgesamt war es aber ein ausgeglichenes Spiel.“ In der nächsten Woche wartet mit dem Auswärtsspiel bei Aufstiegsfavorit Ahrensdorf/Schenkenhorst (Samstag, 18 Uhr) eine auf dem Papier deutlich schwerere Aufgabe auf die Trebbiner. Mit einem 33:21-Kantersieg beim HV Calau setzten sich die Ahrensdorfer gleich an die Tabellenspitze. „Wir müssen erstmal sehen, wer uns gegenübersteht“ meint Griebsch aufgrund einiger Abgänge beim letztjährigen Tabellenzweiten, „trotzdem sind wir dort Außenseiter.“ Der Coach erwartet eine Wundertüte, hofft aber, mit „gutem Training“ seine Mannschaft weiter einspielen zu können. 

Es spielten: Schulze, Keiper; Wagner (2), Kahle, Pfaender (3), Müller, Kroop (1), Stollin (11/4), Wettengel (2), Hartmann, Bien (5), Hager, Lübbert


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