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Die Skepsis überwiegt – SC-Handballer starten in neue Saison

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 03.09.12

Am Samstag um 18.30 Uhr starten die Trebbiner Verbandsligahandballer mit einem Heimspiel gegen den HV Calau in die neue Saison. Die Generalprobe dafür, die HVB-Pokal-Vorrunde beim Landesligisten Fortuna Prenzlau, ging allerdings gehörig daneben. Mit 29:40 verloren die Vorjahresvizemeister aus der Clauertstadt gegen den eine Liga tiefer agierenden Gegner und hoffen nun für den Ligaauftakt auf Besserung.

Aber: „Auf dem Leistungsniveau vom letzten Jahr sind wir noch lange nicht“ zeigt sich Trainerin Grit Griebsch skeptisch, „es wird bedeutend schwieriger.“ Zumal die SC-Mannschaft mangels Nachwuchs auch nicht jünger wird, der Altersdurchschnitt wird 28 Jahre betragen. „Da ist die Trainingshäufigkeit bei vielen aufgrund von Arbeit oder Familie eben nicht mehr da“ klagt Griebsch, „wir werden wohl zwischen Platz fünf und sechs landen.“ Die letzte Saison mit dem Vizemeistertitel bezeichnet sie als „Ausnahmejahr“ und beschwört ihren Schützlingen so ein schwierigeres Jahr.

Mit Marcel Kroop und Danilo Hartmann aus der zweiten Mannschaft stehen nach dem Abgang von Martin Nowakowski immerhin wieder 14 Spieler bereit. Zumal auch der unverwüstliche Routinier Thomas Polke, immerhin schon 39 Jahre alt, seinen Rücktritt vom Rücktritt bereits im Laufe der letzten Saison bekannt gegeben hatte. Im Rückraum wird Chris Schönebeck, 2011/12 aufgrund seiner Schiedsrichtertätigkeit kürzer getreten, wieder ein ums andere Mal aushelfen.

„Da müssen wir dann sehen, dass wir ausreichend durchwechseln“ schätzt Grit Griebsch den Fitnesszustand ihrer Mannschaft als noch nicht optimal ein. Die Vorbereitung lief allerdings wie in den Jahren zuvor ab: Am vorletzten Juliwochenende versammelte sich die Mannschaft in Blossin am Heidesee zum Trainingslager und in den letzten Wochen wurde im Trebbiner Sportkomplex an der Form gefeilt.

Bis dann bei der Generalprobe in Prenzlau allen klar wurde, dass noch viel gearbeitet werden muss. „Das war zwar ein lockeres Pokalspiel, es hat aber auch noch allerhand Defizite aufgezeigt“ bewertete Grit Griebsch den Auftritt ihrer Mannschaft am ersten Septemberwochenende, „es wollte sich aber auch keiner wehtun.“ Gegen den HV Calau werden die Clauertstädter wohl nicht so leicht dem Zweikampf entgehen können, in der vergangenen Spielzeit lieferten sich beide Mannschaften zwei eng umkämpfte Spiele bis über die Grenzen des Erlaubten hinaus. „Ich hoffe, das wird am Samstag moderater“ wünscht sich Trainerin Griebsch einen fairen Einstand, „trotzdem ist Calau eine schwierige Auftakthürde.“

Damit die Trebbiner Handballer in der neuen Saison wieder oben mithalten können, ist auch das heimische Publikum gefragt. „Die zahlenmäßig starken und motivierten Fans müssen hinter uns stehen und Tore möglich machen, die nicht möglich erscheinen“ baut Grit Griebsch auf den Anhang der Clauertstädter. Denn niemand weiß angesichts der alternden Mannschaft, wie lange Handball in Trebbin noch möglich sein wird – auch wenn Kreisläufer Silvio Kahle auf die Frage des Rücktritts scherzhaft mit „Wir spielen bis 2027 - dann bin ich fünfzig, das ist genug“ antwortete. Fakt ist: Allzu oft wird dieses Team wohl keinen Saisonauftakt in der Verbandsliga mehr feiern. Wer es sich nicht entgehen lassen möchte, kann am Samstag ab 18.30 Uhr im Trebbiner Sportkomplex dabei sein oder sich bereits ab 16 Uhr die SC-Reserve beim Kreisligaauftakt gegen den HSV Wildau III anschauen.


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