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Packender Sieg bringt Platz Zwei

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 14.04.12

Ohrenbetäubender Lärm erfüllte den Trebbiner Sportkomplex am Samstagabend während des hitzigen Handball-Verbandsligaspiels zwischen der SC-Sieben und dem HV Calau. „Heimsieg, Heimsieg“ riefen die Fans der Heimmannschaft, nachdem sie zuvor 60 Minuten bei packendem Handballsport mit vier roten Karten und reichlich Emotionen mitgefiebert hatten. „Man hat gesehen, dass der Dritte gegen den Zweiten gespielt hat“ hob Kreisläufer Silvio Kahle den würdigen Rahmen des Spitzenspiels hervor, das die Clauertstädter mit 37:34 zu ihren Gunsten entschieden.

Gleich im ersten Angriff wurde das vorhergesagte hohe Tempo deutlich: Die Gästespieler spielten von Beginn an einen schnellen Ball. Das Tempo, aber auch einige Lücken in den Abwehrverbänden machten auch in diesem Duell der beiden „Hochgeschwindigkeitsmannschaften“ eine - anhand von 71 Treffern - torreiche und spektakuläre Partie möglich. Den besseren Start erwischten die Gastgeber, beim Stand von 7:4 nach acht Minuten hatte Thomas Bien bereits zum vierten Mal eingenetzt. 

Bien sollte nur einige Zeit später eine noch tragendere Rolle einnehmen: Nachdem sich die Calauer dank guter Aktionen ihres starken Individualisten Christopher Faatz (9 Tore) wieder auf 11:11 herangekämpft hatten, sah SC-Rückraumspieler Torsten Wagner nach einem gewöhnlichen Foul die direkte rote Karte. Gut, dass Thomas Bien in der Folge wie in vergangenen Spielen auch von halbrechts zu überzeugen wusste und wie Faatz neun Treffer markieren konnte. Trotz der personellen Schwächung legten die Trebbiner einen Zwischenspurt ein und setzten sich von 14:14 bis zur Pause auf 20:15 ab. Ins besondere ein Verdienst von Linksaußen Martin Nowakowski, der seine Treffsicherheit unter Beweis stellte und mit 10 Toren – davon sechs in Halbzeit Eins -  zum Toptorschützen des Abends avancierte.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte hielten die Clauertstädter vorerst ihren Vorsprung konstant, Ersatz-Rechtsaußen Thomas Polke erzielte in der 35.Minute das 25:20. „Ein Lob an die Zweite Mannschaft, die uns heute personell und durch den Ordnungsdienst toll unterstützt hat“ spielte SC-Trainer Dirk Griebsch darauf an, dass das Ordnungspersonal auf den Zuschauerrängen noch einiges zu tun bekommen sollte. Es entwickelte sich nämlich unter den Augen der halben Liga – so waren zu diesem Nachholspiel Vertreter aus Wünsdorf, Luckenwalde oder Belzig anwesend – ein packendes Handballspiel. Die Calauer holten Tor um Tor auf, beim 26:25 war der Anschluss geschafft. 

„Dann war es fast ein Spiel mit Derbycharakter“ resümierte Griebsch die frenetische Anfeuerung der beiden Mannschaften, „aber die schlechten Schiedsrichterinnen waren auch schuld daran, dass das Spiel stellenweise so hart geführt wurde. Da ist es für die Spieler schwer, ruhig zu bleiben.“ Denn die theatralische Spielweise einiger Gästespieler wie Uwe Rautenberg heizte die Stimmung unnötig an. „Das habe ich aufgrund Calaus Tabellenplatzierung so nicht erwartet“ hielt auch Dirk Griebsch die unsportlichen Aktionen einiger gegnerischer Spieler für unpassend.

Es entwickelte sich eine Partie auf des Messers Schneide, in der die SC-Torhüter Maximilian Schulze und Michael Schlecht eine entscheidende Rolle spielen sollten: „Als es knapp wurde, waren unsere Torleute ein sehr guter Rückhalt“ lobte Griebsch seine Keeper, die nicht nur in der Schlussphase die ein oder andere Großtat vollbrachten. Zehn Minuten vor Ende hatten die Gäste ausgeglichen (30:30). Kurz vor dem Ende dann setzten die Hausherren zur Schlussoffensive an, die von Abspielfehlern der Gäste begünstigt wurde, und siegten letztendlich verdient mit 37:34.

Einen faden Beigeschmack erhielt das seiner Bezeichnung gerecht gewordene Spitzenspiel in der Schlussminute, als Silvio Kahle Gästespieler Uwe Rautenberg umschubste und eine Rudelbildung entstand. Kahle, Rautenberg und HVC-Torhüter Burghardt sahen die rote Karte und sind somit für die nächste Partie gesperrt. „Es tut mir leid, aber da müssen wir jetzt durch“ entschuldigte sich Kahle bei seiner Mannschaft im Hinblick auf nächsten Samstag, an dem die Clauertstädter gegen Stahl Eisenhüttenstadt antreten. Dort wollen sie ihren errungenen 2.Tabellenplatz dann verteidigen – wenn möglich auch in einem etwas ruhigeren Spiel.


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