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Kampfgeist muss erwachen

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 16.01.12

Überraschend viele Spieler der Trebbiner Handball-Verbandsligamannschaft hatten sich am Montagabend zum Training eingefunden, anscheinend zeigte die 32:33-Niederlage zwei Tage zuvor bei der HSG Teltow/Ruhlsdorf die Notwendigkeit einer Erhöhung der Trainingsbeteiligung auf. Immerhin soll am Samstagabend wieder in die Erfolgsspur gefunden werden – und das in keinem geringeren Spiel als dem Ligaderby schlechthin, HV Luckenwalde gegen den SC Trebbin.

„Wir machen es wie beim Biathlon: Die Fehlschüsse werden wieder gestrichen und am Wochenende wird neu gelaufen“ richtet Trainer Dirk Griebsch das Wort an seine Schützlinge, ehe er die Mängel der Auswärtsniederlage in Teltow anspricht. „Wir haben die entscheidenden Bälle nicht getroffen“ ärgert sich der Handballlehrer, „und die Abwehr erinnerte mich an ein Sonntagmittag-Kaffeekränzchen.“ Spielmacher Arne Pfaender und David Müller verwandelten wichtige Tempogegenstöße nicht, und das in einer Phase, in der sich die Trebbiner vom 20:15-Pausenrückstand wieder ein wenig erholt hatten und in Führung hätten gehen können. Aber zu mehr als dem 28:28-Ausgleich reichte es nicht, der nach dem Sieg viertplatzierte Gastgeber hatte das bessere Ende für sich und die SC-Sieben verpatzte den Start in das neue Jahr. 

„Ich habe Hochachtung vor Michael Schlecht“ lobt Dirk Griebsch seinen Torhüter. Der stellte sich trotz zweier abgeschnittener Schneidezähne in den Kasten und wurde vom etatmäßigen ehemaligen Rechtsaußen Thomas Polke unterstützt. „Einen hat Thomas festgehalten und den Spieler danach vollgequatscht“ scherzte Arne Pfaender in der Kabine, lobte allerdings den mannschaftsdienlichen Geist des 38-Jährigen.

„Gegen Luckenwalde müssen wir viel mehr kämpfen in der Abwehr, wacher und fitter sein, uns gegenseitig motivieren und die Chancen verwerten“ nennt Griebsch die Punkte, die die Clauertstädter auf die Siegerstraße bringen sollen. Die auf dem vorletzten Platz liegenden Luckenwalder durchleben zurzeit eine schwere Phase – und das nicht nur wegen der unbefriedigenden Tabellensituation. Anfang des Jahres verstarb Manager und Hallensprecher Reppmann, der vor dem Derby am Samstag beigesetzt wird. „Die zweite Saison ist immer die schwerste, und der ein oder andere Leistungsträger ist weg – keine einfache Situation“ erläutert Dirk Griebsch seine Sichtweise auf den kommenden Gegner, „aber Luckenwalde wird besonders motiviert sein.“

Dass Luckenwalde auch von den Spielern ernst genommen wird, zeigt nicht nur die Trainingsbeteiligung – auch in der Kabine ging ein Raunen durch die Reihen. Grund dafür: Die Nachricht, dass der ehemalige Trebbiner Rico Urban am letzten Wochenende beim Sieg der Kreisstädter gegen Schlusslicht Belzig erstmals in dieser Saison wieder aushalf. „Die haben sicher Not am Mann“ sagt Arne Pfaender, allerdings wissen er und seine Mitstreiter nur allzu gut um die Gefährlichkeit der Luckenwalder Mannschaft, was die knappen Ergebnisse in den vergangenen Derbys zeigen. Und am Ende gibt Dirk Griebsch die Marschroute vor in der Runde seiner Spieler: „Gegen Luckenwalde wird gewonnen!“ Damit das funktioniert, benötigen die Clauertstädter die Unterstützung ihrer Fans – das Spiel beginnt Samstag um 18.15 Uhr in der Luckenwalder Fläminghalle.


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