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Zweiter Punktverlust ob fehlender Routine

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 10.10.11

Hängende Köpfe und jubelnde Gegenspieler: Am Sonntagnachmittag in der Belziger Albert-Baur-Halle zeigten sich die Trebbiner Verbandsligahandballer wie schon bei der Derbyniederlage vor Wochenfrist gegen Dahlewitz enttäuscht. Gegen das Tabellenschlusslicht, den heimischen MBSV Belzig, reichte es am Ende nur zu einem glücklichen 33:33-Unentschieden.

Die etwa 100 Zuschauer im Kurort Bad Belzig sahen einen furiosen Start ihrer Mannschaft. Mit 4:1 lag der Gastgeber nach wenigen Minuten gegen den Dritten aus Trebbin in Führung. Auf Seiten der Clauertstädter war klar, dass trotz der eindeutigen Tabellensituation eine geschlossene Mannschaftsleistung nötig sein würde, um die Auswärtspunkte einfahren zu können. Immerhin fehlten in Spielmacher Arne Pfaender (Urlaub) und dem immer noch angeschlagenen Torsten Wagner die beiden Toptorschützen der vergangenen Saison, auch das Trainerehepaar Griebsch war bei dem in die Ferien vorverlegten Spiel nicht zugegen.

Wie in den vorherigen Spielen war der Angriff das Manko: Immer wieder scheiterten die Trebbiner bei freien Möglichkeiten. Allein Maik Wettengel vergab in der Anfangsphase drei gute Möglichkeiten. Nach einer guten Viertelstunde allerdings stabilisierte sich die SC-Sieben im Angriff und übernahm mit einem 5:0-Lauf die Führung. Es sah so aus, als würde das Spiel frühzeitig entschieden werden: Das Trebbiner Konterspiel fruchtete - Maik Wettengel, der durch die Ausfälle die Verantwortung im Rückraum übernahm, traf bereits zum fünften Mal zur 16:10-Führung für die Gäste (24.Minute).

Kurz vor der Halbzeit jedoch geriet die SC-Sieben in eine doppelte Unterzahlsituation, die die Hausherren gnadenlos ausnutzten. Technische Fehler und viel zu frühe Abschlüsse führten dazu, dass sich der MBSV bis zum Pausenpfiff auf 17:18 heranarbeiten konnte. Insbesondere den Rückraumspieler Christopher Dümichen, der sieben Mal traf, bekamen die Clauertstädter nicht in den Griff. „In der Phase haben wir den Punkt verloren“ konstatierte der aufgrund seiner Verletzung als Ersatz-Trainer fungierende Torsten Wagner nach der Partie.

In der zweiten Hälfte blieb das Spiel eng. Viele Unkonzentriertheiten im Trebbiner Angriff glich der abermals furios haltende SC-Torwart Michael Schlecht aus. Trotzdem hatten die Belziger in der 38.Minute das Spiel wieder ausgeglichen und gingen nach einer Dreiviertelstunde sogar mit 24:23 in Führung. Zu oft landeten die Abpraller bei den Belzigern, zu ungenau waren die Abspiele der SC-Angreifer.

Als dann auch noch Heimtorwart Lars Erhardt mit einer guten Leistung die Zuschauer in Stimmung brachte und die Belziger vier Minuten vor dem Ende nach weiteren technischen Fehlern des SC mit 32:30 in Führung gingen, schien das Spiel schon verloren. Aber unbändiger Kampf und die Treffsicherheit der Außenspieler Martin Nowakowski (6 Tore) und Jens Richter (4) ließ die Hoffnung am Leben. Auch die jungen Belziger – die Hausherren hatten sechs Spieler unter 23 Jahren im Kader – zeigten Nerven und scheiterten an Michael Schlecht, der in den Schlussminuten einen Siebenmeter sowie einen Tempogegenstoß parierte und den Clauertstädtern so den Punkt rettete.

„Das müssen wir jetzt verkraften“ flüchtete sich Kreisläufer Silvio Kahle ob der Enttäuschung in mentaler Aufbauarbeit, „uns haben heute einfach die Routiniers gefehlt.“ Für die Trebbiner war es ein verlorener Punkt, während MBSV-Trainer Harry Kernke jubelte: „Sonst haben wir gegen Trebbin immer verloren, wir haben gezeigt dass wir mithalten können.“ Mit nunmehr 5:3 Punkten bleibt die SC-Sieben auf Rang drei, hat aber ein Spiel mehr ausgetragen. In den kommenden Wochen wird einige Arbeit auf die Mannschaft zukommen, das nächste Spiel findet erst am 29.Oktober in Lübben statt.

Es spielten: Schlecht, Schulze; Richter (4), Kahle (6/3), Wagner, Müller (1), Stollin (3), Bien (4), Schenk (1), Wettengel (8), Nowakowski (6), Hager


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