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Überraschung knapp verpasst

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 09.01.11

Wirkliche Freude kam bei den Spielern des 1.SV Eberswalde, am Samstag Gegner der Trebbiner Verbandsligahandballer im Achtelfinale des HVB-Pokals, nicht auf. „Der Gegner hat mich heute enttäuscht“ sagte SC-Trainer Dirk Griebsch nach dem 29:32-Sieg der zwei Klassen höher angesiedelten Eberswalder, „wir können mit unserer Leistung aber sehr zufrieden sein.“

Manch einer der gut 150 Zuschauer im Trebbiner Sportkomplex mag sich in der Anfangsphase verwundert die Augen gerieben haben, dass die Clauertstädter nicht nur mithalten konnten, sondern die schwache 6:0-Abwehr der Gäste oftmals ausspielten und nach einer Viertelstunde das Spiel mit dem Stand von 10:10 ausgeglichen gestalteten. „Ich vermute, dass sich die Gästesieben hier vielleicht nicht unnötig verletzen wollte und deswegen keine andere Deckungsvariante gewählt hat“ erklärt Griebsch die passive Abwehr des Ostsee-Spree-Ligisten. Die nämlich ließ den SC-Rückraumspielern wie Toptorschütze Arne Pfaender (7 Tore) oftmals ungestört werfen, außerdem fanden viele Anspiele an Kreisläufer Silvio Kahle (5 Tore) ihr Ziel.

Nach einer Auszeit kurz vor Ende der ersten Halbzeit stellten die Gäste immerhin ihre leichtfertigen Abspielfehler ein, wodurch sie sich bis zum Pausenpfiff eine 15:18-Führung erarbeiten konnten.

Das Spiel schien zu Beginn der zweiten Hälfte offen zu bleiben, denn die Eberswalder zeigten weiter einige technische Fehler zu viel. Zu einem ersten Kurzeinsatz nach langer Verletzung kam Nils Hager, der 2 seiner 3 Siebenmeter in dieser Phase verwandelte und damit auch dafür sorgte, dass die SC-Sieben beim Stand von 21:23 (40.Minute) noch den Anschluss hielt. Trotz einiger guter Paraden von Michael Schlecht im SC-Tor zeigte der Favorit aus dem Norden Berlins nun aber seine individuelle Stärke und erarbeitete sich eine Fünf-Tore-Führung.
Wovon sich die Trebbiner aber nicht beeindrucken ließen: Mehrere Tempogegenstöße nach Ballgewinnen fanden ihren Weg ins Tor, und als David Müller fünf Minuten vor dem Ende den Anschlusstreffer herstellte (29:30), schien eine Pokalsensation weiter möglich.

„Die Gäste waren individuell und kräftemäßig besser, deswegen haben sie auch verdient gewonnen“ beschreibt Dirk Griebsch die Schlussphase, in der die Barnimer ihre Routine ausspielten und das Spiel mit konzentrierter Leistung doch noch mit 29:32 über die Zeit brachten. „Meine Mannschaft hat aber alle Vorgaben umgesetzt“ zeigt sich das Trainerehepaar Griebsch zufrieden, „das sollte eine gute Grundlage fürs Selbstbewusstsein sein.“ Mit einem Geburtstagslied für Benjamin Stollin beendete die Mannschaft ihren Auftritt im Trebbiner Sportkomplex, den wohl kaum einer der zahlreichen Zuschauer bereut haben dürfte.

Und nicht nur die gute Leistung eine Woche vor dem Rückrundenstart macht Hoffnung, auch die Verletztensituation entspannt sich. Wahrscheinlich werden Torsten Wagner wie auch Nils Hager der SC-Sieben nächste Woche beim Tabellenvorletzten Germania Massen wieder zur Verfügung stehen, wenn die Jagd auf Punkte in der Verbandsliga ihre Fortsetzung findet.

Es spielten: Schlecht, Schulze, Stollin (2), Schönebeck (4/2), Kahle (5/1), Müller (4), Pfaender (7), Nowakowski (2), Richter (3), Hager (2/2), Wilsdorf, Salo


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