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Nach Startschwierigkeiten zum 4. Erfolg

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 16.10.10

Es war eine Szene, die das Geschehen des Verbandsligaspiels zwischen den Trebbiner Handballern und der zweiten Mannschaft des SV Lok Rangsdorf ebenso stark beeinflusste wie das nasskalte Wetter am dritten Oktobersamstag. Als der eigentliche SC-Torhüter Sven Keck in der 40.Minute nach seiner Knieverletzung von vor drei Wochen erstmals wieder das Spielfeld betrat, seine ursprüngliche Kreisläuferposition einnahm und gleich mit dem ersten Ballkontakt ein Tor erzielte, waren die etwa 120 Zuschauer im Trebbiner Sportkomplex jedoch aus dem Häuschen.

Der Trebbiner Tabellenführer musste aber - begründet hauptsächlich auf eigenen Fehlern - vollen Einsatz zeigen, um ungeplante Minuspunkte auf dem Konto zu vermeiden. Denn bereits in der Anfangsphase agierte die Abwehr der Clauertstädter viel zu passiv gegen die großgewachsenen Rangsdorfer Rückraumspieler, obwohl Arne Pfaender den torgefährlichen David Krüger von Beginn an in Manndeckung nahm. Da auch die Gästeabwehr nicht überzeugte und die beweglichen Chris Schönebeck (6 Tore) und Benjamin Stollin (7 Tore) die Lücken bestens nutzten, hielt die SC-Sieben das Spiel ausgeglichen (7:8/12.Minute). 

In der Folge verwarfen Silvio Kahle und Jens Richter im kürzesten Abstand 7-m-Strafwürfe und die Anzahl der technischen Fehler auf Seiten der Trebbiner nahm zu. Bis auf 7:12 konnte sich so der Tabellenzehnte absetzen. Trainersohn Tom Griebsch, der seine Eltern auf der SC-Bank vertrat, veränderte die Deckungsformation auf eine noch offensivere 4:2-Abwehr. Das Konzept fruchtete, die Gäste fanden sich damit nicht zurecht. Bis zur Pause erarbeitete sich der Gastgeber, angeführt vom sicheren Ersatzsiebenmeterwerfer und erfolgreichstem Torschützen Torsten Wagner (10 Tore), einen 17:16-Vorsprung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit traf jedoch auch Wagner nicht vom Punkt, seine Kollegen ebenfalls nur Aluminium und so übernahm die Rangsdorfer Lokomotive sogar in doppelter Unterzahl wieder die Führung. Die Clauertstädter konnten sich beim starken Keeper Guido Keiper bedanken, dass der Rückstand nicht weiter anwuchs. Aus dessen guter Leistung heraus erzielten die flinken SC-Spieler nämlich leichte Tempogegenstoßtore, und nach der Einwechslung Kecks verschwand wie von Zauberhand auch das Wurfpech der Trebbiner Angreifer. Besonders der effektive Mittelblock um Kahle und Martin Nowakowski ließ die Rückraumshooter der Gäste verzweifeln. Der Gastgeber erkämpfte sich zehn Minuten vor dem Ende eine 3-Tore-Führung (33:30).

Als der am Anfang unauffällige SC-Torhüter Michael Schlecht dann noch einen Siebenmeter parierte und die Trebbiner zu einem 4:0-Lauf ansetzten, war das Spiel entschieden. Mit einem letztlich verdienten 39:34-Sieg und der ausgebauten, weiter verlustpunktfreien Tabellenführung für die Trebbiner Verbandsligahandballer ging ein weniger niveauvolles Spiel zu Ende. Die Gäste verbleiben im unteren Drittel der Tabelle. In der nächsten Woche steht die erste Hauptrunde des HVB-Pokals auf dem Programm, die Clauertstädter treffen auswärts auf die eine Klasse tiefer angesiedelte HSG Müncheberg/Buckow.


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