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Handballthriller mit siegreichem Ende

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 29.11.09

Sven Keck stürmte mit dem Schlusspfiff Richtung Tribüne der Belziger Albert-Baur-Halle und ließ seinen Emotionen freien Lauf. Kurz zuvor hatte er durch 3 spektakuläre Paraden in den letzten Spielminuten den 30:28-Auswärtssieg seines SC Trebbin gegen den MBSV Belzig am Ersten Adventssonntag möglich gemacht.

Dabei sah es in den ersten Spielminuten dieser Verbandsligabegegnung überhaupt nicht gut aus für die Clauertstädter, die ja noch nie gegen die Belziger gewinnen konnten. Gleich reihenweise scheiterten sie in der Anfangsphase an Alexander Hriwatzky, dem Torhüter der Gastgeber. Einzig der aufmerksamen Abwehr und dem selbstbewusst auftretenden 7-fachen Torschützen Chris Schönebeck war der ausgeglichene 4:4-Spielstand nach 10 Minuten zu verdanken. Viel zu unkonzentriert agierten die Trebbiner in der Chancenverwertung, 2 verworfene Siebenmeter standen bis dato schon zu Buche.

Nicht viel später beschwor der sehr enthusiastisch mitfiebernde Belziger Hallensprecher bereits den dritten 7m-Fehlwurf, doch der Gastgeber nutzte die Gunst der Stunde nicht. Und das, obwohl Sven Keck im Tor einen schlechten Start erwischte und folgerichtig nach einer Viertelstunde durch Michael Schlecht ersetzt wurde. Der führte sich gleich mit einigen gehaltenen Bällen ein, und Linksaußen David Müller sorgte mit 3 Toren in Folge weiterhin für einen ausgeglichenen Spielstand (11:11/26.Minute).

Doch immer noch hielt die Angst vorm Torhüter der Gastgeber an - symbolhaft dafür ermunterte Martin Nowakowski seine Mitspieler, beim eigenen Strafwurf an den gegnerischen 6m-Kreis zu kommen und eventuelle Abpraller zu sichern. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch, weil Silvio Kahles 2.Versuch vom Punkt daneben ging. Aber da auch der sehr gut haltende Michael Schlecht im Trebbiner Tor einen Belziger Strafwurf hielt, und Torsten Wagners Wurf 4 Sekunden vor der Halbzeit von der gegnerischen Abwehr ins Tor gelenkt wurde, gingen die Clauertstädter trotz wenig berauschender Leistung mit einer 13:11-Führung in die Kabine.

Zu den zweiten 30 Minuten präsentierten sich die Gäste wie ausgewechselt. Mit Tempohandball aus einer stabilen Abwehr heraus zogen sie Tor um Tor davon. Besonders Martin Nowakowski (4 Tore) und Arne Pfaender (5) zeigten sich in dieser Phase treffsicher. Nach einer Dreiviertelstunde zeigte die Anzeigetafel eine 23:16-Führung für die SC-Sieben. Die Spieler des MBSV Belzig schienen moralisch nicht mehr voll bei der Sache, flüchteten sich doch einige von ihnen in Unzufriedenheit über die Leistung der Altlandsberger Unparteiischen.

10 Minuten vor dem Ende schien alles auf einen ungefährdeten Auswärtssieg hinauszulaufen, mit dem Stand von 21:27 jedoch variierten die Belziger noch einmal ihr Defensivverhalten. Eine vorgezogene Abwehr sollte die Kreise der Trebbiner Angreifer einengen, was dann tatsächlich sehr gut gelang. „Wir hatten am Ende Konditionsprobleme gegen die offene Abwehr“ stellte das Trebbiner Trainierteam fest. Das führte in der Folge eben dazu, dass der Gastgeber bis zur 57.Minute durch 6 Tore in Folge den Ausgleich (27:27) erzielte. Insbesondere Rückraumspieler Matthias Paul, der 8 Tore erzielte, brachte die Heimmannschaft in dieser Phase wieder heran.

Auf Trebbiner Seite häuften sich technische Fehler und leichtsinnig vergebene Bälle, bevor zwei Minuten vor dem Ende Maik Wettengel wieder ein Trebbiner Tor vergönnt war. Nach dem Belziger Ausgleichstreffer jedoch rutschte eben jener im Angriff aus und schien so zum Pechvogel des Spiels zu werden. Aber dem war nicht so, Sven Keck hielt im Gegenzug 2 freie Bälle und Chris Schönebeck und Silvio Kahle sorgten mit ihren Toren in der Schlussminute doch noch für den Trebbiner 30:28-Auswärtserfolg.

„Zufrieden bin ich schon – aber nur mit dem Ergebnis“ meinte SC-Trainer Dirk Griebsch nach dem Spiel. Insgesamt habe es die SC-Sieben nur „unnötig spannend gemacht, denn 14 vergebene freie Würfe zeigen schon einen gewissen spielerischen Unterschied zwischen beiden Mannschaften.“

Bereits am nächsten Wochenende wird sich zeigen, ob die Trebbiner Verbandsligahandballer ihre Chancenverwertung bessern können, denn dann kommt die BSG Stahl Eisenhüttenstadt in den Trebbiner Sportkomplex. Anpfiff ist wie immer am Samstag um 18.30 Uhr. Bereits davor ab 16 Uhr erwartet die 2.Männermannschaft, die sich am Wochenende mit 27:25 bei BW Dahlewitz II durchsetzte, die 3. Vertretung aus Teltow.


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