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Verdiente Niederlage im Spitzenspiel

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 31.10.09

Eines konnten die in Scharen erschienenen Zuschauer den SC-Verbandsligahandballern am Samstagabend nicht vorwerfen: fehlenden Kampfgeist. Die Trebbiner wehrten sich bis zur letzten Sekunde gegen den Sieg des Meisterschaftsfavoriten MTV Wünsdorf, doch belohnt wurde der - zum Teil auch übermotivierte - Einsatz nicht.

Die Partie - nach dem Aufstieg der Dahlewitzer eines der wenigen verbliebenen Derbys - begann mit einem guten Start für den SC zum 3:1. Als Jens Richter im Anschluss den ersten Trebbiner Siebenmeter verwarf und somit einen 4:0-Lauf der Gäste einleitete, ahnten die Zuschauer noch nicht, dass noch 6 weitere Fehlwürfe vom Punkt folgen sollten. Doch erst einmal fingen sich die Gastgeber wieder und erzielten bis zur 11.Minute den 5:5-Ausgleich.

Nach einer Viertelstunde sorgte Rückraumshooter Chris Schönebeck für Negativschlagzeilen: Durch grobes Foul an einem Spieler der Gäste  und daraus resultierender Disqualifikation schwächte er die Trebbiner Sieben nachhaltig. Aber der an diesem Abend überragend haltende Sven Keck im Tor und Torsten Wagner mit 3 Toren in Folge hielten den Abstand in Grenzen (9:11). Kurz vor der Halbzeit gingen die Gastgeber dank des sicher verwertenden Kreisläufers Silvio Kahle (5 Tore) sogar mit 13:12 in Führung. Die hielt aber nicht lange an, denn die Wünsdorfer Rückraumschützen, allen voran Jan-Eike Albrecht (10 Tore), fanden immer wieder die Lücken in der Trebbiner Abwehr und drehten das Spiel im Anschluss zum 13:16-Halbzeitstand.

Die zweite Halbzeit begann wiederum ausgeglichen, auch aufgrund zweier gehaltener Siebenmeter durch Sven Keck. Ab der 35.Minute jedoch setzte sich der Favorit Tor um Tor ab (15:22), was vor allem an vielen unnötigen Ballverlusten der Trebbiner Angreifer lag. „Wolfsgeheul“ ertönte im Sportkomplex Trebbin, einige mitgereiste Wünsdorfer Fans trugen ihren Teil zum stimmungsvollen Kreisderby bei.

Der SC sollte sich von diesem Einbruch nicht mehr erholen. Zwar stand die Abwehr jetzt wieder ein wenig besser gegen die groß gewachsenen Rückraumschützen der Gäste, doch massenweise ausgelassene Chancen vorn ließen den Rückstand auf bis zu 9 Tore anwachsen (23:32/55.Minute). Dass sich dieser nicht noch vergrößerte, war auch ein Verdienst von Rechtsaußen Thomas Polke (4 Tore).

Das Spiel war entschieden, Arne Pfaender und David Müller verkürzten den Abstand in einer mit roten Karten auf beiden Seiten hitzigen Schlussphase noch zum 26:32-Endergebnis. Dieses Ergebnis eines fairen Spitzenspiels ging auch in der Höhe in Ordnung.

Alles in allem sollten die Clauertstädter die Köpfe nicht zu sehr hängen lassen, hat das Spiel doch gezeigt, dass man durchaus handballerisch mit einem der besten Teams der Liga mithalten kann - auch wenn Gästetrainer Buchholz meinte, "die Trebbiner sollen erst einmal Handballspielen lernen". Nur waren 7 verworfene Strafwürfe an diesem Samstagabend einfach ein zu großer Makel im Angriffsspiel der SC-Sieben. Am nächsten Wochenende schon tritt die Mannschaft bei der TSG Lübbenau II an.


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