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SC-Handballer mit Remis

Artikel von Sigi Slatosch geschrieben am 12.11.05

Als Folge sich immer mehr häufender berufs-, studien- und krankheitsbedingter Trainingsausfälle erwarten die Trebbiner Verantwortlichen in naher Zukunft deutliche Leistungseinbrüche. Dass sich am Samstag in Senftenberg schon in der ersten Spielhälfte ein Debakel andeutete, wollten die Spieler nun doch nicht wahrhaben. Sie begannen in der alten Niederlausitzhalle - den Leichtathletik-Anhängern früherer Tage noch ein Begriff - gegen den örtlichen HV trotz ungewohnter Boden- und vor allem Lichtverhältnisse recht sicher. Torsten Wagner glich schnell den Führungstreffer der Gastgeber aus. Arne Pfaender fing wieder einmal ein Abspiel ab und verwandelte zur Führung, und nach Siebenmeter-Ausgleich traf Rico Urban im Gegenzug zum 3:2. Beim Stand von 7:5 für Trebbin nach 11 Minuten schien alles für Trebbin zu laufen. Doch vor allem Benni Stollin - sonst eine Bank - mußte an diesem Tag die Erfahrung machen, dass Hochmut vor dem Fall kommt. Wie so oft dem Gegner per Konter entwischt, steuerte er seelenruhig auf das gegnerische Gehäuse zu, wollte wieder einmal einen technisch anspruchsvollen und spektakulären Treffer erzielen, verursachte dabei aber unübersehbar Schrittfehler. Dies, mehrer weitere verkrampfte Wurfversuche und ungewohnte Fangfehler und eine katastrophale Abwehrleistung ließen den sonstigen Topscorer des Teams im Verlauf des Spiels wohl an sich selbst zweifeln. Da auch Arne Pfaender zumindest in der ersten Spielhälfte nicht unbedingt eine positive Einstellung zur konsequenten Abwehr hatte und seinen direkten Gegenspieler - den jungen Wendler - ein ums andere werfen ließ, dazu die Mittelabwehrer Sven Keck (verletzt) und Manuel Höhne (fragwürdige rote Karte) ausschieden, lief zwischen der 15. Und 30. Minute im Trebbiner Spiel nichts mehr zusammen. Beim Halbzeitstand von 10:16 für die Gastgeber, die durchaus schnell spielten, aber keine Übermannschaft präsentierten, brauchten die Trebbiner eine gedankliche Pause. Zehn Treffer in einer Halbzeit - das war einfach zu wenig für den bisher stärksten Angriff der Liga. Mit aus der Not geboren neuem Konzept - Arne Pfaender sollte das Spiel des Gegners unterbinden - versuchten die Gäste nun, den Senftenbergern den Schneid abzukaufen, um trotz dezimierter Abwehrmitte noch das Unmögliche wahrzumachen. Schnell schafften sie dank Pfaenders Spekulierkünste und eines wie immer zuverlässig für die beiden ausgefallenen Spieler kämpfenden Matthias Baumecker den Anschluß zum 14:17. Jens Richter fand nun auch hier und da wieder eine Lücke in der Senftenberger Abwehr. Doch immer wieder vergaben sie weitere klare Chancen durch überhastetes ungenaues Zuspiel, dass gar hier und da zu leichten Treffern des Gegners und einen erneuten 5-Tore-Rückstand führte. Eine Auszeit schaffte da offensichtlich endlich die Kehrtwendung. Rico Urban mit einigen sehenswerten überlegten Hebern, Jens Richter mit einem Tor aus geplantem Spielzug, in der Abwehr deutlich aggressiver und konzentrierter - so glichen die Clauertstädter schließlich erstmals zum 28:28 aus. Bedenkt man, dass sich zwischenzeitlich vier verschiedene Trebbiner den Luxus vergebener Siebenmeter leisteten, war das schon eine tolle mannschaftliche Leistung. Eine Minute vor Schluß führte Trebbin nun sogar mit 2 Treffern, doch nach Baumeckers Disqualifikation und unnötig hastiger Spielweise ließen sie noch den Ausgleich zur insgesamt gerechten 33:33-Punkteteilung zu. Bedauerlich allerdings, dass die beiden Schiris sichtlich überfordert waren - wahrscheinlich weniger, weil sie grundsätzlich schwach sind. Man muß sich nur fragen, ob es zumutbar ist, dass Frankfurter Schiedsrichter morgens um 7 Uhr anderthalb Stunden bis Senftenberg fahren, um das Spiel der Trebbiner B-Jugend in Senftenberg zu leiten, vielleicht zwischenzeitlich noch ein weiteres, um dann um 16 Uhr das Verbandsligaspiel zu pfeifen und nach 12 Stunden Richtung Heimat fahren zu dürfen. Die Liste der gelben Karten, Zweiminutenstrafen und Roten Karten auf beiden Seiten spricht da eine deutliche Sprache. Es spielten: Micha Schlecht, Hermann Gloede; Torsten Wagner (9), Jens Richter (10/5), Stefan Sternberg, Manuel Höhne, Matthias Baumecker (4), Pierre Salo, Benni Stollin (1/1), David Müller (1), Rico Urban (3), Chris Schönebeck, Sven Keck, Arne Pfaender (5)


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