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Bericht von Friedland

Artikel geschrieben am 23.10.08

Die Zuschauer in der Sporthalle im Beeskower SFZ haben sich über eine sehr unterhaltsame Partie im Handball-Landespokal freuen dürfen. Schönheitsfehler: In einem sehr umkämpften und temporeichen Spiel verlor der bisher sieglose Verbandsligist Rot-Weiß Friedland in der 2. Runde gegen Ligakonkurrent SC Trebbin mit 32:33 (14:15).

Es begann für Friedland optimal, auch wegen der Rückkehr von Spielgestalter Ireneusz Zarebski, der dem Offensivspiel mit seiner Übersicht einen enormen Schub gab. In der Abwehr war Matthias Schulze erstmals dabei und überzeugte durch konsequente Deckung. Beide hatten großen Anteil am 6:2 nach zehn Minuten.

Obwohl Trebbin im Anschluss mehrmals in Unterzahl spielte, teilweise sogar mit zwei Leuten weniger, schafften es die Rot-Weißen aber nicht, den Vorsprung zu vergrößern. Stattdessen mussten sie in der 19. Minute den 6:6-Ausgleich hinnehmen. Das lag vor allem an den starken Rückraumwürfen der Gäste, die nie so richtig unter Kontrolle gebracht werden konnten.

Nachdem Trebbin sogar 12:10 führte, nahm Trainer Bernd Klinkisch eine Auszeit. Von da an nahm das Spiel nochmals enorm an Fahrt auf, es ging nur noch hin und her. Beide setzten den Gegner sofort unter Druck. Als sich Zarebski stark durchsetzte, sein Wurf aber gehalten wurde, nutzte Stephan Lichtenheldt den Nachwurf zum Ausgleich. Doch wiederholt ein Wurf aus dem Rückraum brachte den Rückstand zur Pause.

Die erste Halbzeit lebte von großem Kampf und vielen Zeitstrafen. Die Schiedsrichter gaben konsequent bei jeder leicht überzogenen Härte eine Zweiminutenstrafe. Mit zehn Zeitstrafen waren zur Pause schon so viele verteilt, wie sonst meist in einem ganzen Spiel. Doch die Friedländer ließen beste Chancen in Überzahl aus.

Nach der Pause blieb das Spiel sehr ausgeglichen. Trebbin warf jetzt weniger aus dem Rückraum, erzielte aber bei jedem gelungenen Angriff über außen Tore. Die Friedländer hielten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung dagegen. Jeder arbeitete für den anderen, der Wille war für jeden Zuschauer zu erkennen. So schafften der überragende Torschütze Lichtenheldt und ein in der zweiten Halbzeit gut aufgelegter Stefan Dorn endlich einen Zwei-Tore-Vorsprung für die Rot-Weißen (24:22).

Zehn Minuten vor Ende glich Trebbin aus, Nico Lehmann und Daniel Schwadke legten für die Gastgeber zum 30:28 nach. Die Rot-Weißen hatten seit der 38. Minute nicht mehr zurückgelegen, doch 90 Sekunden vor Schluss war es ein Konter, der die Gäste-Führung bedeutete. Obwohl Zarebski anschließend mit viel Übersicht den freistehenden Schwadke anspielte, der erneut traf, reichte es für Friedland nicht zum ersten Sieg. Wenige Sekunden vor dem Ende kassierten sie das 32:33, das Aus im Landespokal war besiegelt.

Ausschlaggebend für die Niderlage war, dass Trebbin vor dem Tor cleverer agierte. Trainer Klinkisch war verärgert: "Eigentlich wollten wir unser erstes Erfolgserlebnis der Saison feiern. Von unseren Auswechselspielern kommt im Moment aber einfach zu wenig", sagte er.


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