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Fehlende Cleverness macht den Unterschied

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 16.12.18

Trotz einer guten Leistung und der höchsten zwischenzeitlichen Führung in der Brandenburgliga hatten die Trebbiner Handballmänner auch im Derby gegen die HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst das Nachsehen: Am dritten Adventssamstag unterlagen die Clauertstädter der HSG im Sportkomplex am Ende etwas zu deutlich mit 27:32. „Ahrensdorf war die abgezocktere Mannschaft“ nannte SC-Kreisläufer Silvio Kahle das größte Manko der Heimsieben beim Wort, „und am Ende haben wir nicht mehr gut abgeschlossen.“

Einige der knapp 200 Fans im Sportkomplex, darunter ein lautstarker blau-gelber Gästeblock, dürften sich zu Spielbeginn die Augen gerieben haben: Die bisher punktlosen Hausherren legten einen famosen Start hin, während die mit neun Punkten im Mittelfeld platzierten Gäste aus Ahrensdorf nicht in die Partie fanden. Zwar erwischte SC-Rückraumschütze Matthias Frank mit einigen Fehlwürfen keinen guten Beginn, allerdings war die Trebbiner Abwehr sofort hellwach und zwang die Gäste ein ums andere Mal in das passive Vorwarnzeichen und Hüftwürfe als letzten Ausweg. SC-Torhüter Erik Hansen trug mit starken Paraden ebenfalls seinen Teil zu einer deutlichen 8:3-Führung seiner Mannschaft bei (15.Minute), während die HSG-Schlussmänner eine gebrauchte erste Hälfte erwischten.

In der Folge erwachte jedoch die Gästeabwehr aus ihrer anfänglichen Lethargie, außerdem stellte HSG-Trainer Kai Kischel seine Rückraumformation um. Die Clauertstädter taten sich im Angriff schwerer, mit einigen Tempogegenstößen kämpften sich die Ahrensdorfer wieder auf 7:8 heran. Da aber in der Folge endlich der Knoten beim auch zu passiv verteidigten Matthias Frank mit vier Treffern platzen sollte, retteten die Trebbiner eine knappe 18:16-Halbzeitführung über die Zeit.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gäste, die in der 37. Minute nach drei Treffern in Folge von Rückraumspieler Florian Bosdorf erstmals in Führung gingen (20:21). Mit einer offensiven Deckung gegen Frank zeigte sich die HSG-Abwehr stabilisiert, was auch dem Torhütergespann um dem in den zweiten dreißig Minuten stark aufspielenden Ex-SC-Keeper Jan Hilbert half. Zwar markierte Linksaußen Peter Mahns noch einmal das 22:21, diese sollte allerdings die letzte SC-Führung des Tages gewesen sein.

Unnötige Diskussionen mit den Unparteiischen schwächte das nach der Verletzung von Torsten Wagner verbliebene SC-Personal auf dem Spielfeld, während die HSG-Männer clever ihr Tempospiel weiter aufzogen. Mit einem 4:0-Lauf erhöhten die Blau-Gelben auf 27:23, was zehn Minuten vor dem Ende einer Vorentscheidung glich. Der zur zweiten Hälfte eingewechselte Torhüter Stephan Schmidt knüpfte allerdings nahtlos an die gute Leistung seines Kollegen Hansen an und hielt die Trebbiner mit einigen Glanzparaden im Spiel, das 26:28 (55.Minute) vom etwas glücklos agierenden Saison-Toptorschützen Tim Rosadzinski ließ noch einmal Hoffnung aufkommen.

Mit dem siebten Feldspieler setzten die Hausherren alles auf eine Karte. Eine frei vergebene Chance von Kreisläufer Kahle und der folgende Wurf ins leere Tor zur 30:26-Führung der HSG entschied letztendlich jedoch eine Partie, die mit dem 27:32-Schlusstreffer von Toptorschütze Matthias Frank (7 Tore) deutlicher ausging, als es der Spielverlauf hergab. „Wir haben das Spiel in der zweiten Hälfte im Angriff verloren, und konnten auch konditionell nicht mehr dagegenhalten“ erklärte SC-Linksaußen Dustin Emmermacher die zehnte Niederlage im zehnten Spiel, während Silvio Kahle ergänzte: „Das Fünkchen, das in der ersten Hälfte in der Abwehr gefehlt hat, haben wir nach der Pause im Angriff vermissen lassen.“ Die SC-Männer bleiben weiter ohne Punkte und überwintern auf dem letzten Platz der Brandenburgliga, während sich die Ahrensdorfer um ihren besten Torschützen Dave Skuddis (6 Tore) auf den sechsten Platz nach vorne schieben.

Es spielten: Hansen, Schmidt; Frank (7), Kahle (4/1), Pfaender (1), Stollin (1), Mahns (5), Rosadzinski (5), Wettengel, Rühlmann (2), Emmermacher, Henschke (2)


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