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Irre Aufholjagd rettet einen Punkt

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 24.09.17

Als die Hausherren aus Lübbenau sechs Minuten vor Spielende das 30:24 erzielten, hätte wohl kaum noch jemand in der Gelb-Blau-Arena etwas auf die Gäste aus Trebbin gesetzt. „Aber wir haben uns nicht aufgegeben“ bekräftigte Aushilfs-Trainer Benjamin Stollin den Kampfgeist seiner Mitspieler, die mit einer irren Aufholjagd tatsächlich noch ein 30:30-Unentschieden bei den Blau-Gelben erreichen sollten.

Ohne ihre Anführer an der Seitenlinie und auf dem Feld, Trainer Sven Keck und Kreisläufer Silvio Kahle, mussten die Clauertstädter die Reise nach Lübbenau antreten - dafür wieder mit dabei war Spielmacher Arne Pfaender. Die Brandenburgligareserve der TSG Lübbenau hatte in der Vorwoche ein 17:17-Unentschieden beim Aufsteiger in Wünsdorf erreicht, wohingegen die Trebbiner ihren schwer erkämpften Last-Minute-Sieg gegen den HC Spreewald II veredeln wollten. Einen guten Start schafften die Gäste, nach zehn Minuten lagen sie nach unter anderem zwei Treffern von Arne Pfaender mit 5:3 in Führung.

Bis zur Halbzeitpause sollte die Partie aber kippen, da die SC-Männer ihre Chancen zu einer höheren Führung nicht nutzen konnten. „Im Angriff haben wir wieder zu viele Würfe vergeben“ ärgerte sich Stollin, „auch unser Tempospiel lief noch nicht so rund wie im letzten Jahr.“ Die Lübbenauer nutzten die technischen Schwierigkeiten im Spiel der SC-Sieben und gingen bis zum Pausenpfiff mit 16:13 in Front.

Insbesondere Christoph Wilde (10 Tore), im vergangenen Jahr noch in der TSG-Brandenburgligamannschaft einer der Besten, machte der Trebbiner Abwehr zu schaffen. Erst eine Manndeckung Mitte der zweiten Hälfte beschnitt seine Kreise – da war die Heimsieben aber schon auf 25:20 enteilt. Trotz der kämpferisch starken Leistung und beherzter Aktionen der besten SC-Schützen Torsten Wagner (9 Tore) und Jakob Henschke (6/2) kamen die Trebbiner vor der Schlussphase (30:24, 55.Minute) nicht näher heran. Gut, dass sich die Schiedsrichter aus Falkensee nicht von den Anfeindungen einiger Heimfans, die in der Folge von einem Ordnungsdienst bewacht wurden, beeinflussen ließen.

In den letzten Minuten witterten die Gäste ihre Chance: SC-Schlussmann Stephan Schmidt steigerte sich und raubte den TSG-Angreifern den Nerv, während seine Vorderleute Tor um Tor aufholten. Nach dem Anschlusstreffer durch Jakob Henschke eine Minute vor Schluss konnte Torsten Wagner fünf Sekunden vor dem Ende gar den nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich erzielen, bei dem es dann auch bleiben sollte. Eine rote Karte für Wagner nach einem Foul in der letzten Spielsekunde bleibt ohne Folgen, während sein Gegenspieler Wilde nach seinem Revanchefoul mit der blauen Karte und somit wohl einer Zwangspause bedacht wurde.

Zum nächsten schweren Auswärtsspiel beim SV Chemie Guben müssen die Trebbiner am kommenden Samstag (18 Uhr) antreten – die Gubener unterlagen am Samstag erst in den Schlusssekunden auswärts beim HC Spreewald II. Die Trebbiner Kreisligafrauen konnten ihren Vorjahrescoup in Wünsdorf derweil nicht wiederholen und verloren gegen die MTV-Damen mit 10:29.

Es spielten: Schmidt; Frank, Wagner (9), Müller, Pfaender (5), Stollin, Ziegler (2), Mahns (3), Wettengel (1), Rühlmann (3/1), Emmermacher (1), Henschke (6/2)


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