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Kollektiver Blackout

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 20.11.16

Überwiegend fröhliche Gesichter strömten am Sonntagabend aus dem Neuruppiner Sportcenter – diese gehörten aber nicht den angereisten Trebbiner Verbandsligahandballern, sondern dem gastgebenden HC und seinen mehr als 200 Fans. Beim 20:28 in der Fontanestadt kassierten die Clauertstädter ihre erste Saisonniederlage; nach einer Begegnung, in der kein SC-Spieler Normalform abrufen konnte. „Unsere Fehler von heute reichen für drei Spiele“ gab ein selbstkritischer Spielmacher Arne Pfaender nach der Partie beim Tabellenachten zu Protokoll.

Die Marschroute, gleich von Beginn an beim ehemaligen Oberligisten vorzulegen, ging in der Anfangsphase nicht auf. Nach der 2:1-Führung, die die letzte für den SC bleiben sollte, setzten sich die Hausherren in einer torarmen Partie schnell auf 5:2 ab (10.Minute). Der Angriff, das eigentliche Prunkstück der Trebbiner, entwickelte sich an diesem Nachmittag zum Problem. Ein ums andere Mal scheiterten die Außenspieler am HCN-Torhütergespann, während die SC-Rückraumakteure mit dem Pfosten zu kämpfen hatten oder den Ball gar nicht erst zu ihren Nebenmännern brachten.

Folgerichtig setzten sich die Neuruppiner dank ihrer aufmerksamen Abwehr mit Tempogegenstößen und den sicher verwandelten Siebenmetern ihres Toptorschützen Christian Lück (6/5 Tore) bis auf 12:4 ab. Aufgrund einer stabiler gewordenen Abwehr rund um Torhüter Jan Hilbert, der als einziger an seine Normalform heranreichte, kämpften sich die Gäste zur Pause auf 7:13 heran.

Zu Beginn der zweiten Hälfte entwickelte sich ein wahres Fehlerfestival auf beiden Seiten: Auch die Fontanestädter hatten nunmehr mit ungenauen Pässen und Fehlwürfen zu kämpfen, sodass die SC-Sieben sogar wieder auf 13:16 herankam (40.Minute). Doch die Hoffnung währte nur kurz: Nach einem weiteren Dutzend Fehlwürfen der Trebbiner setzten sich die Hausherren mit ihren wendigen Rückraumspielern wieder auf 20:14 ab. Die an und für sich stabiler gewordene SC-Deckung verhalf dem Angriff nicht mehr zu neuem Schwung, sodass am Ende eine völlig verdiente wie unnötige 20:28-Niederlage auf der Anzeigetafel stand. Weniger Tore erzielten die Clauertstädter in einem Ligaspiel zuletzt im Dezember 2007, zum Toptorschützen avancierte sinnbildlich Kreisläufer Sven Keck (5/4 Tore) aufgrund der sicher verwandelten Strafwürfe.

„Chancen waren ja da“ gab Pfaender nach der Partie zu bedenken, während Marcel Kroop anfügte, dass heute keiner in der Mannschaft an sein Leistungsniveau herangekommen sei. Zwar bleiben die Trebbiner Nordstaffel-Vierter, haben nun aber mit dem Auswärtsspiel beim VfL Potsdam II (Samstag, 15 Uhr, Kirchsteigfeld) eine weitere hohe Hürde vor der Brust. Für einen positiven Gedanken war aber selbst auf der schlechtgelaunten SC-Bank noch Platz: „So viele Fehler können wir ja nächstes Mal eigentlich gar nicht mehr machen“, lautete der Tenor.

Die SC-Kreisliga-Damen fuhren unterdessen ihren ersten Saisonsieg ein: Im Heimspiel gegen den BSR-Klub gelang der Mannschaft von Trainer Wagner ein 13:8-Erfolg.

Es spielten: Hilbert; Frank (1), Kahle, Wagner (4), Müller (4), Pfaender (3), Kroop (2), Keck (5/4), Hartmann, Schirrmeister, Emmermacher, Patzlaff (1)


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