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Trebbiner entscheiden intensives Derby spät für sich

Artikel von Fabian Stollin geschrieben am 31.10.16

Die Handballer des SC Trebbin haben im Verbandsliga-Derby bei der HV Luckenwalde 09 am letzten Oktobersonntag ihren zweiten Saisonsieg eingefahren und bleiben ungeschlagen auf Tabellenplatz vier. „Die Luckenwalder sind mit großem Selbstbewusstsein aufgetreten und haben uns alles abverlangt“ würdigte SC-Trainer Sven Keck die bisher in der heimischen Fläminghalle ungeschlagenen Kreisstädter, „es war das erwartet knappe Spiel mit schönem Derbycharakter.“

Den besseren Start in die Partie fanden die Clauertstädter - bei denen zwar Torhüter Jan-Philipp Hilbert wieder mitmischen konnte, dafür aber in Marcel Kroop ein weiterer Rückraumspieler zuschauen musste. Während die SC-Sieben über Eins-gegen-Eins-Situationen zum Torerfolg und zur 7:4-Führung (10.Minute) kamen, suchten die Luckenwalder zunehmend erfolgreich den Weg über ihre Kreisläufer. Um die individuelle Klasse der Trebbiner Arne Pfaender (9 Tore) und Torsten Wagner (6) einzudämmen, agierten die Hausherren ab Mitte der ersten Hälfte mit einer Manndeckung gegen diese Spieler – und das mit Erfolg zum 7:7-Ausgleich. „Das war ein gutes taktisches Mittel“ so Keck, „aber wir haben dann versucht, durch die Einwechslung eines siebten Feldspielers die HVL-Abwehrspieler wieder zurück zu drängen.“

Auch diese taktische Finesse blieb nicht ohne Wirkung, nach einem 5:0-Lauf waren die Gäste scheinbar wieder enteilt. Mit zunehmender Dauer der ersten Hälfte gelangen aber nicht nur HVL-Torhüter Steve Kühne einige starke Paraden, die Trebbiner hatten nun auch mit ihrem Zeitstrafenkonto zu kämpfen: Bis zum Halbzeitpfiff hatten schon sieben SC-Spieler den Weg zur Bank antreten müssen. Folgerichtig schlossen die Gastgeber, auch dank der Spielübersicht ihres Toptorschützen Martin Stelter (8/2 Tore), wieder zum 14:14-Pausenstand auf. Dabei konnten sich die Trebbiner noch bei Torhüter Hilbert bedanken, der eine Halbzeitführung der HVL verhinderte.

Die erste Führung ließ aber nicht lange auf sich warten: Gleich nach der Pause gingen die Hausherren mit 16:14 in Front. In der Folge wog die Partie hin und her, bis zur 45.Minute konnte sich keine Mannschaft mehr als ein Tor absetzen. Danach waren es Spielmacher Arne Pfaender mit vier Toren in weniger als zehn Minuten und Kreisläufer wie Siebenmeterschütze Silvio Kahle, die die Gäste bis auf 28:24 (55.Minute) enteilen ließen. Zudem entpuppte sich Torhüter Hilbert als echter Faktor. „Nachdem wir zwischenzeitlich etwas leichtfertig mit unseren Chancen umgegangen waren, hat man gesehen, dass wir in der ‚Crunch Time‘ den Sieg unbedingt wollten“ freute sich Keck über den Kampfgeist seiner SC-Sieben.

Letztendlich entschieden die Gäste das Derby auch aufgrund zahlreicher technischer Fehler der Hausherren in der Schlussviertelstunde mit 33:27 für sich und feierten so den zwölften Sieg im 13.Aufeinandertreffen. Während die nun achtplatzierten Flämingstädter am Samstag beim Tabellenzweiten in Lychen (18 Uhr) antreten müssen, erwarten die Trebbiner die Drittligareserve vom HV Grün-Weiß Werder zum Heimspiel (Sportkomplex, 18.30 Uhr).

In der Kreisliga schlugen sich die SC-Frauen derweil wacker und unterlagen dem Tabellenvierten Blau-Weiß Wusterwitz mit 13:19. Nach einem schlechten Start (1:7) kämpften sich die Trebbinerinnen bis nach der Pause auf 9:12 heran und gewannen die zweite Hälfte gar. Die Kreisliga-Männer mussten sich der zweiten Mannschaft von Blau-Weiß Dahlewitz mit 25:30 geschlagen geben.

Es spielten (HV Luckenwalde 09): S.Kühne, M.Kühne; Much (2), Stelter (8/2), Hauffa (3), Sachse (2), Bolz (3/1), Bautz (3), Langenickel (1), Reinhold (2), Thiele, Junge (1), Eyssen (2)
Es spielten (SC Trebbin): Hilbert; Frank (2), Kahle (8/3), Wagner (6), Keck (1), Müller (5), Pfaender (9), Emmermacher (2), Hartmann, Patzlaff, Schenk, Löwe


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